Qualitätssicherung: den richtigen Stoff wählen

Ob Stoff oder Kunstleder – Bezüge müssen Scheuerbewegungen und Gewichtsbelastungen sowie Wärme, Licht und Schmutz aushalten können, ohne dass man ihnen diese Beanspruchungen ansieht. Dafür unterliegen die Stoffe, die SYMPHONIC verwendet, strengen Qualitätskriterien. Als Tochterfirma von Premiumhersteller ADA steht Qualitätssicherung an erster Stelle. In der Prüfung der Qualität werden die Bezugsstoffe dem Scheuertourentest nach Martindale unterzogen, der Aufschluss über die Strapazierfähigkeit gibt. Weitere Kriterien sind das sogenannte Pilling, die Knötchenbildung, und die Licht- und Reibechtheit des Materials.

Stoffkollektion mit verschiedenen Farben

Das Martindale-Scheuerprüfgerät simuliert die tägliche Abnutzung von Bezügen. Dabei wird der zu testende Stoff unter Vorgabe einer bestimmten Gewichtsbelastung je nach Gebrauch gegen einen Standardstoff aus Wolle gerieben. Daraus ergibt sich eine Schleißzahl, ab wann der Stoff beginnt sich abzunutzen. Und zwar, sobald es zum Verschleiß zweier Fäden kommt. Der Test wird abgebrochen und die Scheuertouren gezählt. Je höher die Anzahl der Touren, desto resistenter ist der Stoff. Für den Einsatz im Privaten sollten bei geringem Verbrauch mindestens 10.000 Scheuertouren erreicht werden, bei alltäglichem Gebrauch 15.000. Um der starken Beanspruchung in einer öffentlichen Umgebung standhalten zu können, sollten es 20.000 bis 30.000 Scheuertouren sein. Dabei gilt: Synthetische Fasern sind meist scheuerfester als Naturfasern und die höchste Beständigkeit weisen Polyamide auf.

Durch Reibung auf textilen Oberflächen können außerdem kleine Knötchen entstehen. Dieses Verfilzen von losen Fasern nennt man Pilling – es lässt Kleidung wie auch Polstermöbel schnell alt aussehen. Bei Letzteren kommt es vor allem darauf an, die ideale Verbindung von geringer Knötchenbildung und hoher Beständigkeit zu finden. Denn gerade widerstandsfähige, feste Stoffe, vorwiegend Flach- und Mischgewebe, neigen zur Bildung von Pills. Mit speziellen Fusselrasierern können diese aber problemlos entfernt werden. Um die Beschaffenheit von Stoffen zu testen, werden Probestücke in einem Pilling-Tester aufgespannt und konstanter Reibung ausgesetzt. Je länger es dauert, bis sich Knötchen bilden, desto höher ist die Pilling-Resistenz. Das Ergebnis wird in fünf Graden eingestuft, wobei Stufe 1 für eine starke Knötchenbildung steht und Stufe 5 für keine oder kaum eine Neigung zu Pills. Gute Textilien für langlebige Polstermöbel gehören der Stufe 3 an. 


Neben Scheuertouren und Pilling-Resistenz sind weitere entscheidende Werte die Reib- und Lichtechtheit von Stoffen. Die Reibechtheit bezeichnet die Widerstandsfähigkeit der Farbe von Möbelstoffen gegenüber einem Abreiben oder Abfärben an andere Textilien. Jeans- und T-Shirt-Stoffe können zum Beispiel auf Polstermöbel abfärben. Aber das kann auch umgekehrt passieren. Generell haben helle Farbtöne eine höhere Reibechtheit als dunkle. Die Skala reicht von 1 bis 5, wobei 5 sehr hohe Reibechtheit bedeutet – die Prüfung erfolgt sowohl trocken als auch nass mittels Reibgewebe. Bei der Lichtechtheit wird die Widerstandsfähigkeit des Stoffes gegenüber der Einwirkung von Licht getestet. Generell bleicht jeder Bezug bei direkter Sonneneinstrahlung aus, wobei Kunstfasern und dunkle Farbtöne jedoch beständiger als Naturfasern und helle Farben sind. Für das Messverfahren wird eine Stoffprobe Licht ausgesetzt und anschließend auf einer Skala von 1 bis 8 bewertet, wobei 1 eine sehr geringe Lichtresistenz bezeichnet. Für Möbelstoffe wird eine Lichtechtheitsstufe von mindestens 4 bis 5 empfohlen. Gleichzeitig sollten Polstermöbel aber vor auch direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden – denn nicht nur auf qualitativ hochwertige Stoffe kommt es an, sondern auch auf die richtige Handhabung.

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